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Papst Benedikt XVI. hat zum Ende des von
Missbrauchskandalen überschatteten Priesterjahres die Opfer der Misshandlungen um Vergebung gebeten. Es war die bislang erste Vergebungsbitte des Papstes, die sich so deutlich direkt an die Opfer der Misshandlungen durch katholische Geistliche richtete. “Auch wir bitten Gott und die betroffenen Menschen inständig um Vergebung und versprechen zugleich, dass wir alles tun wollen, um solchen Missbrauch nicht wieder vorkommen zu lassen”, sagte Benedikt bei einer abschließenden Messe vor rund 15.000 Priestern auf dem Petersplatz. Zugleich verteidigte Benedikt das Priesteramt. Dieses sei “nicht einfach Amt, sondern Sakrament”. Nicht alle Opferverbände sind mit dieser Entschuldigung zufrieden. “Heute hätte er sagen können, dass kein Priester im Amt bleibt, der Kinder missbraucht hat”, sagt Peter Isley, “wir übergeben sie der Polizei und die Beweise, die wir haben, der Justiz.” Zuvor hatte der Papst den Zölibat verteidigt. Er war angesichts der schweren Missbrauchsskandale in kirchlichen Einrichtungen in den vergangenen Monaten nicht zuletzt auch in Deutschland aufs Neue heftig diskutiert worden.

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